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Badmintonschläger - Allgemein |
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Spielanlagen
Um das individuell geeignete Material finden zu können, ist die Analyse des eigenen Spielstils sehr wichtig. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung der 4 wichtigsten Grundstrategien.
Spielanlage Offensiv
Risikofreudiges Spiel. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird versucht, ohne große Vorbereitung, direkt zu punkten. Angeschnittene Drops, gutes Netzspiel und Schmetterbälle sind die typischen Bälle des reinen Offensiv-Spiels.
Spielanlage Vario-Offensiv
Aggressives Spiel mit Tempowechsel, bei dem die Endschläge mit vielen Schlagvariationen gut vorbereitet werden. Angriff-Clears, getäuschte Drops, aber auch eine gute Abwehr gehören zum Schlagrepertoire.
Spielanlage Defensiv
Vermeiden eigener Fehler. Provozieren gegnerischer Fehler durch "Ball im Spiel halten". Genaue Clears und Drops sowie kurze und hohe Abwehrschläge sind die typischen Schläge des Defensivspielers.
Spielanlage Allround
Wechselndes Offensiv- und Defensivspiel. Bevorzugter Spielstil in der Lernphase, wenn sich die bevorzugte Spielstrategie noch nicht sehr ausgeprägt hat.
Der Balance-Punk
Der Balance-Punkt (= der Punkt am Schaft, bei dem der Badmintonschläger in der waagerechten Lage pendelt) liegt bei ca. 300 mm vom Griffende, bei LONG-Schlägern ca. 305 mm |
Der kopflastig Badminton-Schläger
Als ,,kopflastig" bezeichnet man Schläger, dessen Balance-Punkt deutlich über 300 bzw. 305 mm messen.
Vorteil:
Im Grundlinienspiel, wo genügend Zeit zur Schwungschleife (Aushol-bewegung) vorhanden ist, erreicht man einen hohen Druck auf den Ball, da der Schwerpunkt weit von der Schlaghand entfernt ist.
Nachteil:
Bei ,,Handgelenkschlägen" wie zum Beispiel Drive und Smash-Abwehr, ist der Badmintonschläger zu träge und erreicht keine Beschleunigung.
Fazit: Für den offensiven Spieler |
Der grifflastige Badminton-Schläger
Als ,,grifflastig" bezeichnet man Badmintonschläger, dessen Balance-Punkt deutlich unter 300 bzw. 305 mm messen.
Vorteil:
Bei ,,Handgelenkschlägen" wie zum Beispiel Drive und Smash-Abwehr erreicht der Schläger eine sehr hohe Beschleunigung. Ideal auch für Mixed-Damen, die damit am Netz optimal auf Angriffschläge reagieren können.
Nachteil:
Im Grundlinienspiel fehlt die entsprechende Masse um Druck auf den Ball zu bringen. Nur geeignet für den technisch versierten Spieler, der den Schläger mit optimaler Unterarmrotation hoch genug beschleunigen kann.
Fazit: Für den defensiven Spieler |
Der ausgewogene Badminton-Schläger
Als ,,ausgewogen" bezeichnet man Badmintonschläger, dessen Balance-Punkt bei ca. 300 mm bzw. 305 mm liegt.
Vorteil:
Auch ,,Universal-Badminton-Racket" genannt. Diese Rackets sind sowohl für Einzel- als auch Doppel-Disziplinen geeignet. Für Spieler geeignet, die gerne alle Disziplinen spielen und hierbei keine Schwerpunkte setzen.
Nachteil:
Sowohl im Einzel als auch im Doppel muß man sich über leichte Materialdefizite bewußt sein. Ein Spezialist kommt hier nicht zu seiner vollen Entfaltung.
Fazit: Für den Vario-Offensiven Spieler |
Der Schaft
Die Härte eines Schaftes kann während des Produktionsprozesses beeinflußt werden. In der Regel werden heute ca. 7 sogenannte ,,Graphit-Layer" (dünne Graphitscheiben) übereinander gerollt. Geschieht dies absolut deckungsgleich, so entsteht ein harter Schaft. Werden hingegen die einzelnen Layer versetzt angeordnet und übereinander gerollt, entsteht je nach Gradzahl ein mittlerer bis weicher Schaft. Der viel zitierte ,,Peitscheneffect" tritt in erster Linie bei Schlagarten auf, wo der Schläger abrupt abgestoppt wird, wie z.B. bei der Rückhand, Drive und Smash-Abwehr. |
Weicher Schaft
Vorteil:
Generell ist ein weicher Schaft schonend für die Gelenke. Es kommt kaum zu Schaft-Vibrationen, die sich auf die Gelenke übertragen.
Nachteil:
Der erwünschte Druck (gerade beim Smash) bleibt aus, da der Schaft beim Ballkontakt nachgibt und somit die Kraftübertragung auf den Ball reduziert. |
Harter Schaft
Verfügt ein Spieler über hervorragende Unterarmrotationen (Pronation+Supination), sollte er nicht mit einem ,,knochen-harten" Schaft spielen, da das abrupte abstoppen einiger Schlagarten auf die Gelenke
übertragen wird.
Vorteil:
Erzeugt sehr viel Druck, gerade beim Smash
Nachteil:
Vermindert das Spielgefühl gerade dann, wenn er auch noch zu hart besaitet wurde. |
Der torsionsarme Badminton-Schläger
Unter Torsion versteht man die Verwindungssteifigkeit des Schaftes um die Längsachse. Als Faustregel gilt: Je weniger man den Badminton-Racket-Kopf nach rechts und links drehen kann, desto besser ist die Torsion des Schaftes, was wiederum zu einer höheren Treffgenauigkeit des Schlages führt.
Vorteil:
Die geringe Torsion eines Badminton-Racket macht sich insbesondere in den Fällen positiv bemerkbar, in denen ein Spieler den Ball nicht zentral, sondern rechts bzw. links versetzt trifft. Die Torsion beeinflußt somit in entscheidendem Umfang die
,,Präzision" eines Schlägers.
Nachteil: KEINE |
Der isometrisch Badminton-Schläger
Isometrische Kopfformen sind im oberen Kopfbereich im Vergleich zur traditionellen Form, rechteckig ausgelegt. Um den Vorteil dieser Kopfformen zu nutzen, ist es von großer Bedeutung, daß der Badminton-Racket annähernd frei von ,,TORSIONEN" ist.
Vorteil:
Da bei der eher viereckigen Form, mehr gleichlange Saiten nebeneinander platziert werden, wird der Ideal-Treffbereich (Sweet-Spot) vergrößert. Bei einigen Modellen beträgt der Unterschied zur traditionellen Kopfform bis zu 35%.
Nachteil: KEINE |
Kontrolle
Unter Kontrolle verstehen wir zum einen die möglichst geringe Beein-flußung des Materials auf die vom Spieler vorgegebene Schlagrichtung, zum anderen ist auch das Ballgefühl bzw. das Feedback (Rück-meldung), das der Schläger dem Spieler vermittelt, entscheidend. |
Handling
Unter Handling verstehen wir, wie gut sich ein Badminton-Racket "dirigieren" läßt, daß heißt vor allem wie schnell der Schläger den Bewegungsimpulsen in die beabsichtigte Schlagrichtung folgt. Ein gutes Handling steht in engem Zusammenhang mit dem Balance-Punkt und dem Gewicht eines Schlägers. |
Gewicht
Ein geringes Badminton-Schläger-Gewicht alleine macht noch kein gutes Racket aus. Produktionstechnisch ist es heutzutage möglich, Rackets um 85 g zu bauen. Doch haben sich diese superleichten Rackets nicht bewährt, da es ihnen an der nötigen Schwungmasse fehlt. Das Gewicht von Graphitrahmen hat sich zwischen 85 und 98 g eingependelt. Das Verhältnis\Gewicht und Balance-Punkt steht in engen Zusammenhang mit den Handlingeigenschaften. |
Beschleunigung
Unter der Beschleunigung eines Rackets ist die Absprunggeschwindigkeit des Balles zu verstehen. Hierfür entscheidend ist vor allem die Flexibilität und die Rückschnellkraft des Schlägerschaftes. |
Flexpunkt
Der Flexpunkt eines Schlägers ist der Punkt, an dem sich der Schlägerschaft während des Schlages biegt. |
Tiefer Flexpunkt
(näher am Griff)
-hohe Beschleunigung durch große Hebelwirkung
-viel Power bei harten Schlägen mit großer Ausholbewegung. |
Hoher Flexpunkt
(näher am Schlägerkopf)
-schnelles kontrolliertes Rückschnellen auch bei kurzen Ausholbewegungen (z. B. Drive)
-die maximale Beschleunigung ist geringer als bei einem tief liegendem Flexpunkt. |
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